Mein kostenfreier Leitfaden

In meinem Leitfaden für Eltern von pubertierenden Jugendlichen erhältst du exklusive Einblicke in die Sexualpädagogik und erfährst unter anderem, wie du dein Kind während der Pubertät richtig unterstützt.

Die sexualpädagogische Pyramide

Die sexualpädagogische Pyramide soll deutlich machen, dass Sexualpädagogik konzentriert und fokussiert eingesetzt werden kann, der Erfolg hängt aber letztendlich von der Beachtung  gewisser sexueller Entwicklungsprozesse ab. Für die Beantwortung der Frage „Was soll in einem sexualpädagogischen Workshop geschehen?“ ist es wesentlich zu überlegen, auf welcher Basis aufgebaut werden kann. Ohne entsprechende Basis ist ein Aufbau in der sexualpädagogischen Arbeit schwierig, vielleicht sogar unmöglich. Je nach Altersstufe wird bei einer anderen Pyramidenstufe begonnen.

Je jünger die Zielgruppe, desto basaler ist der Einstieg. Die Spitzen der Pyramide können erst dann aufgearbeitet werden, wenn die Basis in altersadäquater Weise bedient wurde.

Die sexualpädagogische Pyramide

 

  1. Sexuelle Basiskompetenzen

    „Body reading“: Man beobachtet, welches Vorwissen, welche Fähigkeiten, Kompetenzen und Ressourcen vorhanden sind.  Auf diesen kann dann aufgebaut werden.
    Es ist wichtig, die Sexualorgane anzusprechen und auch richtig zu benennen. Es sollten die medizinischen Begriffe verwendet werden, da sie wertfrei sind.
    Hier wird auch die körperliche Wahrnehmung gefördert.

  2. ICH

    Ich als Person im „Fokus“. Wo stehe ich als Person in meiner Entwicklung und Wahrnehmung? Was spüre ich selbst an meinem Körper, was kann ich genital wahrnehmen? Der Körper wird sexualpädagogisch erklärt.
    Sexualpädagogik beginnt immer beim ICH und nie beim Anderen.

  3. DU

    Hier wird der andere sexualpädagogisch erklärt (beide Geschlechter).

  4. Lebensweltorientierte Fragen (kognitiv)

    Hier wird auf die Gruppe/ Einzelperson eingegangen. Welche Vorstellungen/ Themen sind besonders wichtig? Aktuelle Fragen werden erläutert. Wichtig ist in diesem Bereich auch, dass man den Unterschied zwischen Fantasie und Realität in der Sexualität bespricht. Besonders gut eignet sich dazu die Pornografie. (siehe hier auch die Seite: Pornografie)

  5. Reflexion

    Hier setzt man sich mit seinen eigenen Wünschen, Ansichten, Sehnsüchten und seinem Lebensstil auseinander. 

  6. Kognition

    Darunter fallen Broschüren, Plakate und Biofacts. Diese Angebote funktionieren aber nur, wenn alle anderen Stufen erfolgreich durchlaufen wurden.

 

Neben diesem Modell gibt es auch noch das „Lustpackerl-Modell“.

 

Diese Modell besagt, dass wir alle mit 3 „Lustpackerln“ auf die Welt kommen:

  • Genitale Lust
  • Orale Lust
  • Lust an der Ausscheidung

Diese Lustpackerln werden mit der Zeit erweitert (lustvolles Schreien, Laufen,….). Speziell in der kindlichen Sexualität sind diese 3 Bereiche gleichwertig, weil noch keine sexuelle Orientierung vorhanden ist. Der sexuelle Zugang ist breit gefächert und die sexuelle Lust wird gleichwertig erlebt, genauso wie andere Lustbarkeiten. Genau dieser Umstand macht es den Erwachsenen so schwer, einige Dinge aus kindlicher Sicht zu verstehen.

Bei Kleinkindern ist es nicht wichtig, welches Geschlecht der/die andere hat. Erst in der späteren Entwicklung wird dieser breite Zugang bei vielen Menschen in vielen Bereichen immer fokussierter. Man beginnt auszuwählen und die Sexualität wird immer exklusiver.

Wichtig:

  • Kompetenzen erweitern sich mit jedem Entwicklungsjahr!
  • Kompetenzen können ein Leben lang erworben werden, auch im mittleren oder hohen Alter!
  • Kompetenzen können (im schlimmsten Fall durch sexuelle Gewalt) limitiert/ verengt werden. 

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